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Basel? Wir wollten doch nach Faro! - Unsere Anreise per Flugzeug

05 09 08 - 20:08 Abenteurlich war unser Flug von Stuttgart nach Faro, nachdem der Pilot sich über Genf entschlossen hatte, eine scharfe Kehrtwendung zu fliegen und einen Zwischenstopp in Basel einzulegen. Aber lasst mich von Anfang an erzählen...

Nachdem Dietmar und Yoshi on the Road waren, vertrieben sich Sigrid und ich, Simmy, den Tag mit viel Treppenhaus-Tratsch und anderen nützlichen Tätigkeiten, die jedoch mangels Schlaf etwas träge vonstatten gingen. Der Abend zog sich recht lange, da wir auf unsere Übernachtungsgäste Sina und Frank warten durften, die den Tag über noch fleissig gearbeitet haben.

Nachdem sie gegen 23:30 Uhr endlich eingetroffen sind, also kurz bevor Sigrid und ich auf dem Sofa eingenickt wären, war es quasi Pflicht, den Urlaub mit einem Gläschen Prosecco einzuleuten (oder auch zwei), bis uns Sigrid ermahnt hat, dass ja bereits gegen 4 Uhr früh schon wieder der Wecker klingelt. Also ab ins Bett, gegen 1 Uhr nachts. Sina und Frank durften mit Yoshi und meinem Schafzimmer vorlieb nehmen, während ich die eh schon recht kurze Nacht eine Etage tiefer neben Sigrid verbringen sollte. Bis...

Ja, bis ich um 2:09 Uhr aufwachte und aufgrund der etwas lauteren Schlafweise von Sigrid Kissen und Decke schnappte und mich selbst ins Wohnzimmer ausquartierte. Dort, zwar etwas weniger bequem als im Bett, fand ich dann wieder ein wenig Schlaf, bis um 4:15 Uhr der Wecker klingelte...

Die Fahrt zum Flughafen (einen herzlichen Dank an unseren Nachbarn Rainer) verlief recht gut und zügig, das Einchecken ohne weitere Komplikationen (bis auf den leicht anstrengenden Kegelclub vor uns).

Kurz vor dem Start meldete sich der Kapitän und meldete, dass es eine kleine Verzögerung gäbe, da eine defekte Kaffeemaschine von Bord entfernt werden müsse. Aha. Defekte Kaffeemaschine. Ein schlechtes Zeichen?

Endlich hoben wir ab - Faro wir kommen!

Oder doch nicht: Nach einem kurzen Wundern über die gehetzte Flugbegleiterin, die eigentlich für unseren hinteren Teil des Flugzeuges zuständig war, ertönte aus den Lautsprechern die Stimme des Piloten und verkündete einen Satz, den ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte:

"Wir haben einen medizinischen Notfall an Board. Befindet sich ein Arzt unter den Fluggästen?"

Einer unserer ersten Gedanken: Zum Glück war es nicht die Frage, ob sich ein Pilot an Board befindet... Kurze Zeit später, in etwa auf der Höhe von Genf, meldete sich der Pilot erneut. Man werde umkehren und in Basel landen, damit ein Krankenwagen den Herrn aufnimmt. Die Genehmigung zum Landen sei bereits erteilt und es würde nun "recht schnell gehen", das mit dem Landen. Erst da merkte ich anhand der Anzeige in den Monitoren, dass wir bereits auf über 8.000 Meter Höhe waren, noch nicht ganz die Reisehöhe, aber immerhin. Recht hoch, für einen schnellen Anflug auf den Flughafen von Basel.

Das mussten wir dann auch spüren. Die Maschine wurde - sagen wir einmal "recht zügig" nach unten manövriert, der Druck auf den Ohren wurde enorm, der Pilot schien es sehr eilig zu haben. Was wir dann bei der sehr harten Landung auch feststellen durften. Nach der Landung und dem Eintreffen der Sanitäter gab es auch im hinteren Teil bei uns einen kleinen medizinischen Zwischenfall. Ein junger Mann um die 20 brachte seine gelbe, gut gefüllte Papiertüte nach hinten und wurde dort versorgt. Wahrscheinlich ist ihm das Fliegen nicht so ganz bekommen...

Nach einer knappen Stunde Aufenthalt in Basel, in der wir zwar telefonieren durften, jedoch so langsam auf dem Trockenen saßen, was Getränke und sonstige Verpflegung anging, durften wir wieder starten. Blieben nur die Fragen offen, wer denn die sicherlich enormen Kosten für den Zwischenstopp trägt (Krankenkasse?!) und warum wir uns beim Tankvorgang abschnallen müssen. Damit unsere Körper bei einer Explosion schneller fliegen und die Körperteile weiter verstreut werden? Denn aus dem Flugzeug flüchten wäre ja in dieser Situation sicherlich nicht mehr möglich... Sei's drum, jedenfalls ging es mit nunmehr ca. zweistündiger Verspätung weiter - endlich auf nach Faro!

Reiseflughöhe 37.000 Fuss, also ca. 10.000 m, Uhrzeit ca. 11 Uhr portigiesischer Zeit - endlich gibt es Frühstück! Kaum hatten wir unseren belegten Laugenzopf (Geflügelwurst, Käse, Frischkäse, Salat) und unseren Waldfruchtjoghurt vertilgt, kamen unsere Getränke. Für jeden zwei, das waren bei mir eine Cola und ein Kaffee, der richtig heiß war. Und was passiert, wenn man leckeren, heißen Kaffee im Flugzeug bekommt? Genau, die Turbulenzen (richtige Turbulenzen!) fangen an... Zum Glück habe ich meinen Nebensitzer nur wenig mit Cola erwischt, so dass ich die Tücher, die die Flugbegleiterinnen verteilten, nicht benötigte.

Die zweite Landung an diesem Tage verlief verhältnismäßig sanft und dank Frank's Koffer-Einsammeltaktik waren die beiden Gepäckstücke auch schnell wieder in unseren Händen. Anschließend haben wir bei Budget unseren nagelneuen Polo entgegengenommen, der uns gut - und mittels Frank's rasanter Fahrweise auch schnell - über die A22 und EN125 nach Guia bis hin in unser Feriendomizil in Galé gebracht hat.

Dort wurden wir schon von Yoshi und Dietmar in Empfang genommen, die trotz der sehr langen Autofahrt keine Mühen gescheut hatten, uns Leckeres zum Frühstück zu besorgen. Zwar war mittlerweile bereits rund 14 Uhr, doch einen Kaffee und Brötchen konnten wir nach der kurzen Nacht und dem chaotischen Flug gut gebrauchen!

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zwei kommentare

Ach meine Lieben, das war ja aufregend! Bin ich froh, dass ihr gut angekommen seid! "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben!" Portugal scheint für diesen Spruch ja jederzeit gut zu sein…Hauptsache ihr genießt jetzt euren Urlaub und habt auf der Rückreise auch jeder seinen Platz. Es soll ja schon vorgekommen sein, dass ein Passagier zu viel an Bord ist, oder?!
Die MAMA () - 08 09 08 - 17:08

Ach wie, Anderen passiert sowas auch?. Bis jetzt war ich immer der Meinung sowas passiert nur mir. Man könnte meinen ich wäre auch an Bord gewesen. (Dem war definitiv nicht so). Schönen Urlaub wünsche ich.
Der Grieche () - 11 09 08 - 15:41


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